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Archiv Aktuelles aus dem Rathaus

28.08.2012

Anmerkungen des Gemeinderates Thomas Schwitteck zum geplanten Umbau des Oberen Marktplatzes

Leider ist es gewählten Kommunalvertretern nach entsprechender Regelung durch das OVB nicht
möglich, in der Heimatzeitung auf Leserbriefe zu antworten.
So bleibt nur dieser Weg über die Homepage des Marktes Neubeuern, eine persönliche Meinung zu
äußern.

Auch im privaten Gespräch stehe ich, falls dies gewünscht wird, zur Verfügung.

Der Korrektheit halber sind zu der Veröffentlichung über die „Posse im Guldurdorf“ einige berichtigende
und nicht emotionale Anmerkungen zu machen.
Der besagte Tagesordnungspunkt in der Marktgemeinderatssitzung hieß:

„Umgestaltung des Oberen Marktplatzes“

Dieses Vorhaben war nicht neu, mehrere öffentliche Beratungen fanden bereits statt, in der letzten
Bürgerversammlung (27.10.2011) wurde darüber ausführlich informiert.
Der weitestgehende Beschluss über die Umgestaltung des Oberen Marktplatzes wurde mit einer deut-
lichen Mehrheit des Marktgemeinderates von 10:6 Stimmen entschieden.
In der vorangehenden Beratung wurde der Standort der Bäume ausführlich erörtert, ebenfalls die
Durchführung der Baumaßnahme, ohne die Bäume zu fällen.
Der Marktgemeinderat hat es durchaus als äußerst problematisch angesehen, die beiden Kastanien
zu fällen.
Letztlich wurde der Beschluss mit der Option gefasst, neue Bäume zu pflanzen, wenn dies gewünscht
und für nötig befunden wird.
Das notwendige mehrzügige Abstimmungsverfahren war erforderlich, weil mehrere Varianten des
Planers vorgelegt wurden.
Die Durchführung der Abstimmung mit mehreren Beschlüssen wurde von der Rechtsaufsichtsbehörde
als rechtmäßig bestätigt.

Schwerpunkt und Grundlage der Umgestaltung ist eigentlich ein „autofreier“ Bereich am Oberen
Marktplatz.
Die wegfallenden Parkflächen, um welche sich die Gewerbetreibenden bzw. Anwohner sorgen, werden
entlang der Kreisstraße RO 7 unterhalb des „Hofwirtsbichl“ neu angelegt.
Der „autofreie“ Bereich soll ohne Gehsteigkante und ohne Höhenunterschiede in einer Ebene von den
Häusern zur Grünfläche übergehen.
Diese Fläche bzw. dieser Bereich soll gepflastert werden. Die Grünfläche bleibt entgegen diverser
Behauptungen zum größten Teil erhalten.
Es ist gewünscht, einen Ruhebereich zu entwickeln.
Eine Gestaltungssatzung, mit der sich der Marktgemeinderat aktuell beschäftigt, soll dies auch recht-
lich festlegen.
Mit dieser Maßnahme wird auch der gewünschten optischen Aufweitung des Oberen Marktplatzes
Rechnung getragen, so auch die Meinung der in diese Maßnahme mit einbezogenen Fachbehörden.

Aktuell wird das Erscheinungsbild des Oberen Marktplatzes durch die mittlerweile sehr großen Bäume
zu sehr beeinträchtigt. (siehe hierzu auch das Foto vom OVB-Bericht vom 16.08.2012)

Im Übrigen reichen die ersten Grundlagen dieser erörterten Planung bis in die 80iger-Jahre zurück,
als der Untere Marktplatz umgebaut wurde.
Des Weiteren wurden damals bauliche Veränderungen im Bereich Gehsteig an der Westseite des
Marktplatzes, die Errichtung der Parkflächen vor dem Münchner Tor, der Gehsteig vom Anwesen Paul
bis zur Bäckerei Bauer durchgeführt.

All diese Umgestaltungen wurden damals mehrheitlich mitgetragen und von den Bürgern angenommen.
Auch damals gab es bereits kritische Stimmen und Diskussionen.

Und nun?....

… wird alles auf zwei Bäume reduziert, man verliert dabei den Blick auf das Gesamte.

Veränderungen betrachten wir Menschen eher skeptisch, man sollte dabei aber nicht das Reale
übersehen.
Manchen Bürgern dürfte das Parkchaos am Untern Marktplatz noch in guter Erinnerung sein.
Oder der Hürdenlauf der Fußgänger, um in die Geschäfte zu gelangen.

Und wie gewonnen hat der Untere Marktplatz nach der Fällung der großen Linden ?

Emotionen helfen bei der Entscheidung wenig!


Thomas Schwitteck
Gemeinderat
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