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Archiv Aktuelles aus den Sitzungen

Aktuelle und ausführliche Sitzungsinformationen finden Sie im Ratsinformationssystem unter folgenden Link.

https://ris.komuna.net/neubeuern

 

29.03.2011

Aus der letzten Marktgemeinderatssitzung vom 22.03.2011

Eine Baumfällaktion am Schlossberg führte zu Protesten aus der Bevölkerung und des Bund Naturschutz. Es wurde eine Beeinträchtigung des Ortsbildes und die Gefahr von Erdrutschen infolge der massiven Abholzung der Hänge befürchtet.

Zweiter Bürgermeister Johann Schmid erläuterte den Hintergrund und den Ablauf der Baumfällarbeiten. Bei den Fällungen in der Wolfsschlucht handelte es sich um Maßnahmen zur Verkehrssicherung. Diese Pflicht obliegt der Gemeinde, weil ein öffentlicher Weg durch die Schlucht führt. Bürgermeister Trost sagte zu, der in Mitleidenschaft gezogene Weg zur Wolfsschlucht werde noch aufbereitet.
Johann Schmid berichtete weiter, die kleineren Fällungen im Bereich des Bauhofes und am unteren Nordrand des Schlossberges betreffen Gemeindegrund und waren im Bauhofbereich notwendig, da Schäden am Salzsilo und Gebäuden wegen der starken Beschattung drohten. Auch die Grundanlieger an der Nordseite beklagten eine nicht mehr hinnehmbare Verschattung ihrer Grundstücke.
Zu den großflächigen Fällungen der Nord- und Ostseite des Schlossberges, der sich im Eigentum der Schule Schloss Neubeuern befindet, erklärte der Wirtschaftsleiter von Schloss Neubeuern, Herr Schönfeld, man habe im Vorfeld nicht nur einen Holzfachberater, sondern auch einen Geologen hinzugezogen. Der Geologe sah bei den zum Teil 30 bis 40 Tonnen schweren Bäumen auf einem nur ca. 30 bis 40 cm starken Erdreich aufgrund der Steilheit der Hänge eine beachtliche Hebelwirkung und damit Gefahr bei extremen Witterungsereignissen. Mehrere Begehungen in den vergangenen Jahren mit Fachleuten, u. a. auch vom Landratsamt, führten zu der Einsicht, dass eine Baumfällaktion aus Sicherheitsgründen unumgänglich wurde. Die Verantwortlichen der Schule stünden bei Kenntnis des Gefahrenpotentials voll in der Verantwortung.

Bürgermeister Schmid erklärte, auch er sei über den Umfang der Fällungen zwar erschrocken gewesen, im Hinblick auf die Gefahrenlage und die Tatsache, dass die überwiegende Anzahl der Bäume ca. 70 Jahre alt ist und in Jahrzehnten keine Durchforstung erfolgte, hält er die Maßnahme aber für unumgänglich. Er ist sich sicher, dass sich das Landschaftsbild bald wieder ins Positive verändern wird.
Gemeinderat Johann Fritz rät als Landwirt dazu, die Holzreste nicht zu entfernen, da diese Abschwemmungen bei starkem Regen verhindern könnten.
Gemeinderat Josef Paul hält die ganze Aufregung um die Fällaktion für unbegründet und bedankt sich ausdrücklich bei der Schule Schloss Neubeuern für die Durchführung der längst fällig gewesenen Arbeiten. Sein Fazit: "Es kann nicht sein, dass man sich jedesmal, wenn ein Baum gefällt wird, rechtfertigen muss".
Nach Ansicht von Gemeinderat Klaus Spatzier unterliegen aber Bäume an markanten Stellen wie am Schlossberg oder dem Marktplatz völlig zu Recht dem öffentlichen Interesse. Er regt Nachpflanzungen an, auch um den Springkrautwuchs zu bremsen. Das schnell wachsende Springkraut verhindert das Aufkommen des natürlichen Samenanflugs.

Auch Gemeinderat Klaus Will schlägt Nachpflanzungen nach etwa einem Jahr vor, wenn absehbar ist, in welchem Umfang der natürliche Aufwuchs möglich war.

Geschäftsleiter Karl Seidl berichtete vom Ergebnis des Gespräche mit Vertretern des katholischen und des gemeindlichen Kindergartens über eine Änderung der Kindergartengebühren zum 01. September 2011. Die Gebühren werden moderat erhöht, liegen aber im Vergleich zum Durchschnitt aller Landkreisgemeinden immer noch günstig.

Mehrheitlich stimmte das Gremium den für 31. März und 01. April beantragten Aufnahmen für den zweiten Teil des Films "Der Bär" auf dem Marktplatz zu. Die gewünschte Vollsperrung des Marktplatzes für die beiden Tage ist jedoch nicht möglich. Es werden nur kurzfristige Intervallsperrungen zugesagt. Alle entstehenden Kosten trägt die Filmfirma.

Bürgermeister Josef Trost bedauert die Entscheidung des evangelischen Kirchenvorstandes Brannenburg, in Neubeuern kein Gemeindehaus zu bauen, obwohl bereits seit mehr als 15 Jahren ein Grundstück dafür vorhanden wäre.

Auf folgende wichtige Termine weist der Bürgermeister hin:
Donnerstag, 07. April ist ein Treffen mit allen örtlichen Vereinsvorständen geplant. Anwesend wird auch der zuständige Redakteur des Oberbayerischen Volksblatts sein, der grundsätzlich über Verlautbarungen in der Zeitung referiert und für Fragen zur Verfügung steht.
Samstag, 09. April findet wieder ein "Tag der offenen Tür" bei allen Gemeindewerken mit Einweihung der neuen Pumpstation Marktfeld statt.
Donnerstag, 28. April, 19.00 Uhr Informationsveranstaltung über die Umsetzung bzw. Freischaltung des sogenannten schnellen Internetzuganges im Bürgersaal.
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