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Archiv Aktuelles aus dem Rathaus

10.07.2013

Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland für Altbürgermeister Hans-Jürgen Tremmel


Eine ganz besondere Ehre

Bundespräsident Joachim Gauck hat dem ehemaligen Neubeurer Bürgermeister Hans-Jürgen Tremmel die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen; Tremmel war vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer vorgeschlagen worden.

Die Verleihung der Medaille und der Urkunde übernahm Landrat Josef Neiderhell. "Wenn man es schafft, 21 Jahre Bürgermeister zu sein, immer wieder gewählt zu werden, dann darf man schon stolz sein", sagte Neiderhell und fuhr fort: "Neubeuern hat sich gut gemacht und diese Entwicklung trägt deine Handschrift". Vielfältigst hat sich der Ort entwickelt, meinte der Landrat und verwies unter anderem auf den Bürgersaal: Er ist Teil der Infrastruktur einer Gemeinde und wirklich viel wert.
Ähnlich äußerte sich der Landrat auch zum Mühlsteinbruch in Hinterhör: Ein Geotop haben, es erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich machen, das ist sehr bemerkenswert.

Der amtierende Rathauschef Josef Trost gratulierte ebenfalls zur großen Auszeichnung und bedankte sich nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Freund für das Geleistete. Tremmel selbst scheint vor allem gute Erinnerungen an seine Amtszeit zu haben: Die kommunale Arbeit hat unheimlich viel Spaß gemacht. Man muss viel mit den Leuten reden, manchmal mehr als es nötig ist. Oft ist es auch eine Glückssache, ob etwas funktioniert und Glück habe ich gehabt, so Tremmel. Besonders gern erinnert er sich an die Ernennung zum Ehrenbürger, das hat ihn absolut überrascht.
Der Kontakt zu den Bürgermeistern anderer Gemeinden ist nach wie vor vorhanden, kein Wunder, spielte Tremmel mit fast 71 Jahren sein letztes Spiel in der Fußballmannschaft der Bürgermeister – nicht im Tor, sondern im Sturm. In seiner 21-jährigen Amtszeit als erster Bürgermeister prägte er die gewerbliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung sowie das Erscheinungsbild des Marktes Neubeuern ganz wesentlich.
Zu den wichtigsten Errungenschaften in seiner Amtszeit gehören die Erweiterung der Kläranlage, der Bau eines neuen Feuerwehrhauses, die Bereitstellung eines Hauses der Vereine, der Bau des Bürgersaals, die Neugestaltung des Marktplatzes, die Errichtung eines Wasserhochbehälters, der Bau mehrerer Regenrückhaltebecken und der Bau des Regenwasserkanals im Rahmen des Hochwasserschutzes, die Gründung des Gemeindekindergartens, die Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes mit Ausweisung des Gewerbegebietes Heft, die Neuausweisung von Baugebieten im Rahmen des „Einheimischenmodells“ sowie die Errichtung einer Wasserwachthütte am Neubeurer Freibad.

Darüber hinaus engagierte sich der ehemalige Bürgermeister in der Darstellung der Kulturgeschichte Neubeuerns. 2006 gelang es ihm, dass der „Mühlsteinbruch von Hinterhör“ vom Bayerischen Umweltministerium in die Liste der 100 schönsten Geotope Bayern aufgenommen wurde. Ein Jahr später, 2007, entstand das Schifffahrtsmuseum Neubeuern. Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Volksschule Neubeuern sammelte Tremmel Exponate und bereitete sie für die Präsentation im Museum auf. Seiner Initiative und seinen unermüdlichen Bemühungen ist es auch zu verdanken, dass der „Schiffleutwanderweg“ ausgearbeitet und hergestellt wurde. Zudem ist Tremmel sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen ein sehr beliebter Gästeführer, weil er es versteht, geschichtliche Informationen mit Witz und Esprit zu vermitteln.
Darüber hinaus führt der Altbürgermeister den Förderverein der Musikkapelle Neubeuern seit der Gründung im Jahr 2006.
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