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Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

25.11.2018

Pure Freude am Musizieren

Beim Herbstkonzert der Musikkapelle Neubeuern galt es heuer gleich ein doppeltes Jubiläum zu feiern: 20 Jahre steht Bernd Eutermoser der Kapelle als Dirigent voran, und ebenso 20 Jahre hat Florian Paul bereits das Amt des Zweiten Dirigenten inne. Grund genug für Bernd Eutermoser, beim heurigen Konzert auch einen musikalischen Querschnitt von Stücken aus den Herbstkonzerten der letzten 20 Jahre nochmals aufzulegen – das Ergebnis war ein Konzertabend, der geprägt war von beeindruckenden Klängen, mitreißenden Rhythmen, technischer Brillanz, einer unglaublichen Vielfalt und nicht zuletzt von der puren Freude am Musizieren, die das Publikum in der ausverkauften Beurer Halle ansteckte und begeisterte.

Nach dem festlichen Beginn mit dem „Marsch und der Prozession des Bacchus“ von L. Delibes stand mit der Ouvertüre zur Oper „Fledermaus“ von Johann Strauss gleich ein sinfonisches Werk auf dem Programm, das der Kapelle technisch viel abverlangte, aber elegant und mitreißend zugleich aufgeführt wurde. Mit dem „Marsch der Komödianten“ und dem „Springtanz“ aus der „Verkauften Braut“ wurden die Zuhörer in die turbulente Handlung dieser bekannten Oper des tschechischen Komponisten Bedrich Smetana förmlich hineinversetzt. Darauf folgte ein gewaltiges Tongemälde, „At the Break of Gondwana“ von B. Yeo als zweiter musikalischer Höhepunkt des ersten Konzertteils. Feine, fast sphärische Klänge wechselten sich mit wuchtigen Passagen ab, die an die mächtigen und zuweilen auch zerstörerischen Kräfte der Natur erinnerten. Mit dem Werk „Marsch oder die Versuchung“ von M. Wengler betrat dann die Kapelle ein äußerst schwieriges Terrain, denn in diesem Stück, das zuerst wie ein „normaler“ Marsch begann, waren bewusst „Fehler“ im Sinne von rhythmischen und harmonischen Abweichungen, Verschiebungen und Sprüngen eingebaut – die von der Kapelle aber souverän gemeistert wurden.

Der zweite Teil begann mit traditioneller Blasmusik und zugleich mit einer Neubeurer Spezialität, weil den schneidigen „Baritona Marsch“ des ehemaligen Neubeurer Kapellmeisters Pankraz Eutermoser sonst keine Blasmusik in ihrem Repertoire hat. Ein Marsch, der, wie Ansager Franz Leidl betonte, alles hat, was einen guten Marsch ausmacht. Mit den „Prager Gassen“ von Jaroslav Zeman bewies die Kapelle anschließend, wie ausgesprochen fein und geschmeidig sie eine Polka aufführen kann. Danach erfüllten modernere Klänge die Beurer Halle – mit einem mitreißend inszenierten Medley aus dem weltbekannten Kinderfilm „Das Dschungelbuch“ erreichte die Stimmung einen Höhepunkt. Mit der „Bohemian Rhapsody“ der Rocklegende Freddie Mercury wurde von der Kapelle als nächstes das unglaublich vielschichtige Meisterwerk des viel zu früh verstorbenen Queen-Frontmanns aufgeführt und musikalisch sehr überzeugend dargeboten. Die begeisterte Stimmung in der Halle wurde dann noch von „Sing, Sing, Sing“, einem fetzigen Jazz-Stück aus den Dreißigerjahren, damals legendär von Benny Goodmann in der New Yorker Carnegie Hall aufgeführt, übertroffen. Die Musikkapelle zeigte einmal mehr, dass sie einen erstklassigen Big Band-Sound produziert und riss das Publikum damit fast von den Sitzen.

Tosender Applaus war der verdiente Lohn für die beeindruckende Leistung, die von der Musikkapelle unter der Leitung von Bernd Eutermoser mit diesem Konzert erbracht worden war. Die Kapelle bedankte sich daraufhin mit zwei weiteren tollen Zugaben, dem Marsch „Viribus unitis“ und der „Hymne“ aller Musikanten, nämlich dem Rock-Klassiker „Music“ von John Miles.

» Homepage der Musikkapelle Neubeuern

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