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Rückblick auf vergangene Veranstaltungen

26.11.2017

Von Marsch bis Rap alles vertreten

Dass eine Musikkapelle neben traditioneller Blasmusik auch modernere Klänge in ihrem Repertoire hat, ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit – die große musikalische Bandbreite aber, die von der Musikkapelle Neubeuern bei ihrem diesjährigen Herbstkonzert abgedeckt wurde, überraschte und begeisterte zugleich. Der knapp 50-köpfige Klangkörper unter der Leitung von Bernd Eutermoser präsentierte den vielen Zuhörern in der Beurer Halle ein Konzert, das durch Vielseitigkeit und hohe Qualität gleichermaßen bestach. Durch das Programm führte in bewährter Art und Weise Franz Leidl, der mit seinen Ansagen dem Publikum die einzelnen Stücke bildhaft und humorvoll zugleich nahebrachte.

Den Auftakt machte die Kapelle mit einem traditionellen Militärmarsch aus der Zeit des Königreichs Bayern, dem „Taxis-Marsch“ von Christian Kolb, darauf folgte mit „König David“ von Georg Stich ein imposantes Tongemälde, in dem das Leben dieser charismatischen biblischen Gestalt eindrucksvoll dargestellt wurde. Anschließend stand die Vertonung der bekannten Romanfigur Robinson Crusoe auf dem Programm; dieses großartige, sehr vielschichtige Stück von Bert Appermont wurde vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Wahre Begeisterungsstürme lösten dagegen die darauf folgenden solistischen Auftritte aus, die von Vater und Sohn, Michael Leitner senior und junior, bestritten wurden: Miachael Leitner senior bewies mit seiner Interpretation der irischen Volksweise „Carrickfergus“ von Stephen Roberts einmal wieder, wie gefühlvoll er mit seinem Bariton umzugehen versteht. Sein Sohn dagegen riss bei „Lationo Mallets“ von Stefan Schwalgin mit seinem bravourösen Spiel auf dem Xylophon die Zuhörer förmlich von den Plätzen.

Der zweite Teil des Konzerts wurde von der Musikkapelle wieder mit einem Marsch eröffnet, „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg, die damit das Publikum sofort wieder in ihren Bann zog. Dass auch traditionellere Blasmusik immer wieder gut ankommt und gerade von den Neubeurer Musikanten in hoher Perfektion dargeboten wird, wurde auch mit dem darauf folgenden Walzer, „Verträumtes Böhmen“ von Franz Watz, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit diesem Stück hatte sich die Kapelle übrigens unter anderem bei den Wertungsspielen im Musikbezirk Inn-Chiemgau die höchste Auszeichnung erspielt.

Dann aber wurde es immer moderner: Während mit „Mamma Mia“ noch ein ansprechendes, abwechslungsreiches Medley von bekannten Abba-Melodien zu hören war, wurde mit dem Stück „Liebe“ der deutschen Newcomer-Gruppe „Moop Mama“ ein bislang noch sehr unbekanntes musikalisches Terrain betreten, nämlich eine Kombination von Rap mit fetzigen Rhythmen und Bläserklängen, die von Franz Leidl speziell für die Neubeurer Musik arrangiert worden waren. Den Rap interpretierte auf gekonnte Art und Weise Deniz Lohrmann; ihm mit der Kapelle zusammen gelang es binnen Kurzem die Beurer Halle in eine heiße Konzertarena zu verwandeln. Mit „The Loco-Motion“ folgte anschließend noch ein Evergreen aus den sechziger Jahren – ein würdiger Abschluss dieses äußerst vielseitigen Konzertabends. Mit den beiden Zugaben, der Polka „Böhmische Musikantengrüße" und dem Marsch „Kometenflug“ wurden die Besucher dann nochmals mit echten „Blasmusik-Klassikern“ verwöhnt.

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